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Brennpunkte

Europas engste Zahnradkurve als Zeitzeuge

Sammlung Zumbühl, Kantonsbibliothek St.Gallen

Ende 2018 nimmt die Appenzeller Bahn den Riethüslitunnel in Betrieb. Das offene Trassee an der Ruckhalde zwischen Bahnhof St.Gallen und Riethüsli wird danach nicht mehr befahren und mittelfristig soll dort eine Wohnüberbauung entstehen. Doch vorerst wird – so hat es die Stadt beschlossen – das Bahntrassee zu einem Fussgänger- und Veloweg umgebaut. In diesem Zusammenhang hat SP-Stadtparlamentarier Doris Königer die Idee ins Spiel gebracht, im Ruckhaldenrank die Schienen zu erhalten.    

Sammlung L. Hungerbühler, St.Gallen

Die Stadtgruppe St.Gallen des Heimatschutzes hat für diese Idee grosse Sympathie und sie hat sich ihrerseits an die Direktion Bau und Planung der Stadt gewandt. Wir haben auf die Tatsache hingewiesen, dass der Ruckhaldenrank die engste Zahnradbahn-Kurve weltweit ist. Um sie zu befahren musste 1889 extra eine Lokomotive konstruiert werden. Diese Pioniertat des Eisenbahnbaus sollte nach Meinung der Stadtgruppe erhalten bleiben. So wie auch in der umgenutzten Lokremise in St.Gallen die Schienen in den neuen Boden integriert wurden, könnten Schienen und Zahnstange auch auf dem geplanten Weg das aussergewöhnliche Bahntrassee dokumentieren. Die Stadt ist aufgefordert, zu prüfen, ob dies möglich ist.    

Weitere Informationen und Interviews zur Ruckhaldenkurve auf www.roteliste.ch


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